Autor: Moritz „Snoopy“ Habermann;
Vom 1. – 4. Mai 2025 habe ich an der aargauischen Regionalmeisterschaft im Birrfeld in der Schweiz teilgenommen, worüber ich euch gerne berichten möchte. Das Wettbewerbsgebiet war mir bereits vertraut, da ich 2023 im Rahmen eines Praktikums einige Zeit im Birrfeld fliegen durfte. Dennoch boten Jura und Voralpen auch diesmal wieder spannende Herausforderungen – und vor allem eindrucksvolle Aussichten.
Ich reiste am Vortag des Wettbewerbs auf dem Luftweg an – mit unserer LS8 neo „KS“ von Bartholomä über den Schwarzwald bis in den Schweizer Jura. Die Wetterlage war absehbar gut, also nutzte ich die Gelegenheit für ein paar Bonus-Kilometer und flog den Jura noch einmal ein bisschen hoch und runter. Am Ende standen 625 km auf der Uhr. Ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr machte. Doch ob da auch das Wetter an den nächsten Tagen mitspielen sollte? Wir werden sehen.
Am 1. Mai begann dann der eigentliche Wettbewerb auf dem Flugplatz Birrfeld, ausgerichtet von der Segelfluggruppe Lenzburg. Ich startete in der gemischten 15m-Klasse, in der insgesamt 12 Pilotinnen und Piloten antraten. Ebenfalls 12 Teilnehmende flogen in der offenen Klasse. Das Teilnehmerfeld war überschaubar, was eine freundliche und persönliche Wettbewerbsatmosphäre ermöglichte.
Gleich der erste Tag wurde gewertet – und was für ein Flug! Die Strecke führte uns tief in den Jura nach Creux und anschließend bei Grenchen über das Mittelland bis nach Langnau in den Voralpen. Die Wetterbedingungen waren gut, machten die Querung des Mittelands aber trotzdem anspruchsvoll. Bis Langnau war durchgleiten angesagt, dort angekommen musste man sich dann tief den letzten Bart für die Aufgabe suchen. Dann konnte man den Endanflug genießen. Die Landschaft war eindrucksvoll, und ich konnte den Tag mit einem 5. Platz erfolgreich abschließen. Dass dieser Flug auch gleich die einzige Wertung des Wettbewerbs bleiben würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar.
Die folgenden Tage waren leider von anspruchsvoller Witterung geprägt. Aufgaben wurden gestellt, das Feld gestartet – aber eine gültige Wertung kam nicht mehr zustande. Am ersten dieser Tage kämpfte ich mich durch schwache und tiefe Thermik in den Jura vor, bevor dann absehbar war, dass es keine Wertung geben würde und ich mich auf den Heimweg machte.
Der Tag endete schließlich mit einer Außenlandung in Olten. Dort holten mich dann Messi und Dibidi blitzschnell ab, vielen Dank hierfür.
Unterstützt wurde ich während des Wettbewerbs von Jakob „Messi“ Klaffke als großartigen Helfer – gemeinsam konnten wir auch an den wetterbedingt zu großen Teilen flugfreien Tagen das Beste aus der Situation machen. Die Stimmung unter den Teilnehmenden war durchweg positiv, und trotz der begrenzten Flugausbeute war es ein schöner Wettbewerb.
Herzlichen Dank für die Möglichkeit, den Flieger auf diesen Wettbewerb mitnehmen zu
dürfen!


