Internationaler Hotzenwaldwettbewerb

Autor: Moritz „Snoopy“ Habermann;

Im Juni machten wir uns mit der fs33 auf den Weg nach Hütten, um beim 60. Internationalen Hotzenwaldwettbewerb an den Start zu gehen – mit Paul „Bestegger“ Bauer als Copilot und Jakob „Messi“ Klaffke als unermüdlichem Helfer.


Der Wettbewerb, organisiert von der Luftsportgemeinschaft Hotzenwald, fand auf dem idyllisch gelegenen Sonderlandeplatz Hütten im südlichen Schwarzwald statt. Das Wettbewerbsgebiet erstreckt sich über den Schwarzwald, den Jura und die schwäbische Alb. Die Teilnahme mit der noch nicht zugelassenen fs33 war trotz schweizerischem Staatsgebiet im Wettbewerbsraum möglich, da sich das eidgenössische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) zur Ausstellung einer Einfluggenehmigung in die Schweiz bewegen ließ. Mit Teilnehmenden aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Australien war das Feld international und die Atmosphäre aber trotzdem sehr familiär.


Der erste Wettbewerbstag begann mit dem Eröffnungsbriefing, wurde jedoch wegen schlechter Wetterprognose neutralisiert. Für uns bedeutete das keineswegs Stillstand: Gemeinsam mit Marc „Dibidi“ Wielscher, der auch als Sportleiter fungierte, konnte ich einen herrlichen Hangflugtag erleben. Bei strammem Westwind flogen wir den Hang auf und ab und genossen die Aussicht – belohnt wurde der Flug am Abend mit dem heiß begehrten „Late Owl“-Badge in Weglide. Hier haben wir auch direkt von unserer Einfluggenehmigung Gebrauch gemacht und kurz schweizerisches Staatsgebiet durchflogen.


Der zweite Tag brachte die erste Wertung: Ein Racing Task mit Wendepunkten St. Georgen, Kirnbergsee, Hayingen und zurück nach Hütten. Schon auf dem Hinweg wurde es spannend: Wir erreichten die schwäbische Alb deutlich zu tief, fanden keinen Thermikanschluss und mussten schließlich auf dem Klippeneck außenlanden. Da sind wir für das schwache Wetter etwas zu forsch vorgegangen.


Nach einem weiteren neutralisierten Tag folgte der zweite Wertungstag, der uns bei besseren Bedingungen über Freudenstadt wieder zum Kirnbergsee, nach Beuron auf die Alb und schließlich wieder nach Hütten brachte. Diesmal funktionierte es besser und wir kamen mit einer sauberen Wertung zurück nach Hütten. Am Ende bedeutete das für uns Platz 3 in der Tageswertung, worüber wir uns nach dem durchwachsenen Start besonders gefreut haben. In der Gesamtwertung konnten wir uns hierdurch jedoch leider nicht verbessern.


Zu einem weiteren Wertungstag sollte das Wetter leider nicht reichen. Am letzten Wettbewerbstag wurde noch einmal ein Versuch gewagt und eine Klasse gestartet. Nachdem sich keiner in der Luft halten konnte, wurde der Tag aber schließlich neutralisiert.

Die fs33 zeigte sich wieder einmal als verlässliches Wettbewerbsgerät und konnte den Wettbewerb ohne Probleme bestehen. Auch die neue Instrumentierung hat ihren Dienst getan und wunderbar funktioniert. Das Drumherum war im Hotzenwald sehr herzlich: Die Abende auf dem Flugplatz mit Gesprächen, badischem Bier und Sonnenuntergang waren der perfekte Ausgleich zum Tagesgeschehen.


An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an unseren Alten Herrn Timo Fuchs, welcher mit
zwei Tagessiegen souverän die Standardklasse gewonnen hat!